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Streuobstbau

Streuobstbau ist eine traditionelle, extensive Form des Obstanbaus: Hochstämmige Obstbäume verschiedener, oft alter Sorten stehen verstreut auf Wiesen, Weiden oder entlang von Wegen – im Gegensatz zur dichten Plantage mit niedrigen, einheitlichen Bäumen und intensiver Bewirtschaftung.

Charakteristisch für den Streuobstbau ist die doppelte Nutzung der Fläche: Unter den Bäumen wird gleichzeitig Grünland genutzt, klassisch durch Mahd oder eben durch Beweidung mit Schafen oder Ziegen. Diese Kombination aus Obstertrag und Grünlandnutzung macht Streuobstwiesen zu besonders artenreichen, wertvollen Kulturlandschaften – Schätzungen gehen von mehreren tausend Tier- und Pflanzenarten aus, die auf Streuobstwiesen vorkommen können.

Wirtschaftlich ist Streuobstbau heute meist ein Nebenerwerb: Das Obst wird oft zu Saft, Most oder Schnaps verarbeitet, da der Frischverzehr allein selten kostendeckend ist. Für den Erhalt der Flächen sind deshalb häufig Förderprogramme und ehrenamtliches Engagement entscheidend.

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