Schafwolle ist das Haarkleid der Wollschafrassen – ein Naturfaserprodukt aus Keratin mit einer charakteristischen Schuppenstruktur, die sie von glattem Tierhaar unterscheidet und unter anderem das Verfilzen ermöglicht. Die Qualität variiert stark je nach Rasse: von superfeiner Merinowolle (11–15 Mikrometer) bis zu grober Landschafwolle (über 35 Mikrometer, etwa bei der Heidschnucke).
Bewertet wird Wolle nach Feinheit, Faserlänge, Kräuselung, Zugfestigkeit und Reinheitsgrad. In Deutschland ist die wirtschaftliche Vermarktung von Schurwolle schwierig geworden – die Preise liegen oft bei nur 0,50 bis 1,50 € pro Kilo und decken kaum die Scherkosten. Bessere Erlöse erzielen Direktvermarkter, die an Handspinner und Filzer verkaufen, oder wer die Wolle selbst zu Garn oder Filzprodukten verarbeitet.
Trotz der wirtschaftlichen Herausforderung bleibt die Schur Pflicht bei den meisten Wollrassen – aus Tierschutzgründen, nicht aus Erlösgründen.
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