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Mufflon

Haltung

Der Mufflon (*Ovis gmelini*, teils *Ovis orientalis musimon*) gilt als Wildform bzw. naher Verwandter der Ursprungsform, aus der die heutigen Hausschafe hervorgegangen sind. Ursprünglich beheimatet auf Korsika und Sardinien, wurde er im 19. und 20. Jahrhundert in weiten Teilen Mitteleuropas – auch in deutschen Wäldern – als Jagdwild angesiedelt.

Optisch unterscheidet sich der Mufflon deutlich von den meisten Hausschafrassen: kurzes, rotbraunes Deckhaar statt Wolle, ein heller Sattelfleck im Winterfell und bei den Widdern kräftige, nach hinten gebogene Hörner. Mufflons sind scheue, an dichten Wald und felsiges Gelände angepasste Wildtiere.

In Deutschland lebt der Mufflon frei in Wäldern und wird jagdlich bewirtschaftet – er zählt zum Schalenwild. Eine Haltung als Nutz- oder Hobbytier findet praktisch nicht statt; dafür ist er zu wild und zu wenig domestiziert.

Mehr dazu

Für domestizierte, tatsächlich haltbare Landschafrassen mit ursprünglichem Charakter lohnt sich ein Blick auf das Soay-Schaf oder die Heidschnucke in unseren Rasseporträts.