Ein Pferch ist eine eingezäunte, meist kleinere Fläche, auf der Schafe oder Ziegen vorübergehend zusammengehalten werden – etwa über Nacht, zum Sortieren, Behandeln oder Verladen. Traditionell wurde der Pferch in der Wanderschäferei täglich neu aufgebaut, oft mit tragbaren Hürden aus Holz oder Metall.
Ein Nebeneffekt der klassischen Pferchwirtschaft: Durch den konzentrierten Kot- und Urineintrag auf kleiner Fläche wirkte der Pferch quasi als natürliche Düngung – Äcker und Wiesen wurden gezielt „beweidet und gepferchet“, um den Boden zu verbessern.
Heute nutzt man Pferche vor allem praktisch: als Fanganlage für Klauenpflege, Schur oder Verladung, oder als geschützten Nachtbereich gegen Raubtiere. Mobile Elektronetze eignen sich gut, um schnell einen Pferch aufzubauen, ohne feste Zäune zu benötigen.
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