Eine Koppel ist eine durch Zaun oder andere Hindernisse eingefriedete Weidefläche – der Begriff grenzt sie damit von der offenen, unumzäunten Weide ab. In der Praxis ist heute praktisch jede genutzte Schaf- oder Ziegenweide eine Koppel, da freie, unbewachte Beweidung in Deutschland kaum noch vorkommt.
Koppeln werden je nach Weidesystem unterschiedlich groß bemessen: von kleinen Portionen für die intensive Portionsweide bis zu großzügigen Flächen für die einfache Standweide. Die Einzäunung übernimmt dabei mehrere Aufgaben zugleich – sie hält die Tiere sicher auf der Fläche, hält Raubtiere fern und schützt Nachbarflächen und Straßen vor ausbüchsenden Tieren.
Für Elektrozäune gilt: Schafe brauchen wegen ihrer dichten Wolle in der Regel mehr Litzen mit engerem Abstand als Rinder, Ziegen als kletterfreudige und neugierige Tiere oft noch etwas höhere und stabilere Koppelzäune.