Klauenrehe ist eine schmerzhafte Entzündung der Huflederhaut in der Klaue, die meist durch Fütterungsfehler ausgelöst wird – vor allem durch zu viel Kraftfutter und die daraus resultierende Pansenazidose. Die dabei entstehenden Stoffwechselgifte stören die Durchblutung und Hornbildung in der Klaue erheblich.
Betroffene Tiere zeigen eine typische schonende, vorsichtige Gangart, oft mit nach vorn gestellten Hinterbeinen und deutlicher Berührungsempfindlichkeit an den Klauen. Neben Fütterungsfehlern können auch Übergewicht, hormonelle Umstellungen (etwa rund um die Geburt) und generelle Stoffwechselbelastung Klauenrehe begünstigen.
Behandlung und Vorbeugung setzen vor allem an der Fütterung an: Kraftfutter nur schrittweise steigern, Rationen mit ausreichend Rohfaser versehen und plötzliche Futterumstellungen vermeiden. Ergänzend ist, wie bei anderen Klauenerkrankungen, eine regelmäßige und sorgfältige Klauenpflege wichtig, um Folgeschäden zu begrenzen.